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Autor Thema: Raven, Lynn: Der Kuss des Kjer  (Gelesen 12708 mal)

Aryana

  • Gast
Raven, Lynn: Der Kuss des Kjer
« am: 15. August 2011, 08:56:59 »
Lynn Ravens "Kuss des Kjer" fiel mir in die Hände, als eine Buchahndlung in meiner Stadt schloss (meine Lieblingsbuchhandlung, ich heule immer noch) und Bücher teilweise zu echten Spottpreisen rauswarf. Lynn Raven kenne ich zum einen aus dem Tintenzirkel, zum anderen gefielen mir ihre beiden Romane "Werwolf" und "Der Kuss des Dämons" auch sehr gut, also wollte ich dann auch mal wissen, was es mit dem mysteriösen Kjer-Kuss auf sich hat. Das Cover fand ich eher nichtssagend - ein romantisch aussehendes Mädchenprofil, das aber mit dem Aussehen der Protagonistin nichts zu tun hatte. Egal, man soll ja ein Buch nicht nur nach dem Cover beurteilen - und ich wurde nicht enttäuscht. Zwischen den doch recht kitschigen Buchdeckeln steckt die sauspannende, actionreiche Geschichte um die Heilerin Lijanas, die von den Kker, den Erzfeinden ihres Volkes, entführt wird - angeblich, um deren kranken König zu heilen, zumindest ist es das, was sich der Leser zu Beginn zusammenfriemeln kann.
Lijanis und Mordan, der Kjer, sind ein fürchterliches Paar - sie hassen sich wie die Pest, Lijanas will eigentlich eigentlich nur weg von ihm - und doch wünscht man sich die ganze Zeit, dass sie doch nun bitte endlich zusammenkommen. Als sie auf ihrer reise in einer Wüstenstadt festsitzen, weil in der Stadt eine Seuche ausbrcht und niemand mehr rein oder raus darf, kommen Lijanas und Mordan sich tatsächlich näher, auch wenn sie es zuerst gar nicht so prall findet, dass er sie als seine Ehefrau ausgibt. Überraschende Wendungen und eine wunderbar ausgearbeitete, starke weibliche Hauptrolle machen das Buch zu einem echten Lesespaß, ich konnte gar nicht mehr aufhören. Die Geschichte ist düster und romantisch zugleich, aber Lijanas bleibt bei aller Romantik und bei aller heimlichen Schwärmerei für Mordan eine starke Persönlichkeit, weiblich, aber kein "Weibchen".
Wer Fantasy mag, in der auch mal Blut fließen darf und wer keine Lust mehr auf weibliche Caraktere hat, die nur da sind, damit der Held sie beschützen kann, findet hier sicher einen leckeren Lesehappen.
Empfehlen würde ich die Geschichte ab 14 für den schon etwas abgebrühteren, ab 16 für den etwas zartbesaiteteren Leser. :) Lynn ist nämlich nicht nett zu Mordan und lässt ihn ordentlich leiden.

Yora

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Re: Raven, Lynn: Der Kuss des Kjer
« Antwort #1 am: 08. Oktober 2011, 13:45:47 »
Hallo zusammen,
Das Buch habe ich auch gelesen, es ist fantastisch. Ich habe durchgelesen ohne eine Pause, ausser zum Schlafen und Essen. Die Geschichte reisst einen mit von Anfang an und lässt einen nicht mehr los. Die Figuren wirken so echt und lebendig und harmonieren so gut miteinander, wie es nur möglich ist. Absolut empfehlenswert!

Aryana

  • Gast
Re: Raven, Lynn: Der Kuss des Kjer
« Antwort #2 am: 09. Oktober 2011, 21:32:31 »
Wenn Du "Der Kuss des Kjer" magst, dann gefällt Dir bestimmt auch "Der Spiegel von Feuer und Eis" von Lynn Raven. Geht ein bisschen in eine ähnliche Richtung, ist aber doch komplett anders. Und der männliche Hauptcharakter ist zum Niederknien. :)

Sturmpfote

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Re: Raven, Lynn: Der Kuss des Kjer
« Antwort #3 am: 13. November 2011, 13:10:29 »
Ich habe beide gelesen (:

'Der Kuss des Kjer' und 'Der Spiegel von Feuer und Eis' sind übrigens von der gleichen Schriftstellerin, die nur für jedes Buch einen anderen Namen benutzt. ;)

Sturmpfote

  • Gast
Re: Raven, Lynn: Der Kuss des Kjer
« Antwort #4 am: 14. November 2011, 17:24:20 »
Das musste ich jetzt mal gesagt haben xD

Aryana

  • Gast
Re: Raven, Lynn: Der Kuss des Kjer
« Antwort #5 am: 14. November 2011, 22:00:15 »
Ja, die Kjer und der Spiegel sind von derselben Person geschrieben. Allerdings gibt es den Spiegel inzwischen in zwei Fassungen bei Amazon, einmal unter dem Pseudonym "Alex Morrin" und einmal unter dem richtigen Namen der Autorin, Lynn Raven. Lynn hat den Spiegel zuerst als Alex Morrin veröffentlicht, dann aber auf ihren richtigen Namen umgestellt, ich habe sie mal gefragt, weil mich das neugierig gemacht hatte, als ich das Buch unter zwei verschiedenen Namen bei Amazon fand.