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Autor Thema: Stephen Chbosky - The Perks of Being a Wallflower (Vielleicht lieber morgen)  (Gelesen 10732 mal)

Flemming

  • Gast
Ich hoffe, dass vielen von euch das Buch (oder zumindest der Film) bereits ein Begriff ist.
Für diejenigen, die noch nichts davon gehört haben (oh hi, Kazu), werde ich jetzt ein Tor aufstoßen, welches zu einem der besten Bücher führt, die ich in letzter Zeit las.

Inhalt
Anlässlich des Beginns seines ersten Schuljahres an der High School im Jahr 1991 erzählt der Protagonist Charlie in Briefen an eine ihm unbekannte Person von verschiedenen Situationen seines Lebens. Zu Beginn des Romans ist Charlie ein introvertierter und psychisch labiler Teenager, dessen einziger und bester Freund Selbstmord begangen hat. Auch seine ihm sehr nahe stehende Tante Helen ist verstorben.
Im Verlauf des Romans lernt Charlie die etwas älteren Stiefgeschwister Sam und Patrick kennen. Charlie verliebt sich in die „außerordentlich schöne“ Sam. Auch mit dem homosexuellen Patrick freundet er sich an. Durch die beiden gewinnt Charlie einen neuen Freundeskreis, macht erste Liebes- und Drogenerfahrungen und findet Spaß an seinem Leben. Gegen Ende erinnert sich Charlie an ein verdrängtes Kindheitstrauma, weshalb er einige Zeit in einer Klinik verbringen muss. Nach seiner Entlassung blickt Charlie zuversichtlich in eine angstfreie Zukunft. (props an Wikipedia)

Urteil
(Das Folgende ist ein Beitrag von mir, den ich in einer Facebook-Gruppe nach beenden des Buches abgab)
Ich habe es am gleichen Tag angefangen/beendet, an dem ich auch "Tote Mädchen lügen nicht" beendet habe. Dass die Thematik der beiden Bücher sich auf einer gewissen Ebene stark ähnelt verdanke ich eher dem Zufall, es war nicht so geplant, doch ich bin dankbar, dass es so gekommen ist. Ohne zuvor TMln gelesen zu haben, hätte ich es vielleicht als schwerer empfunden, die Materie nachzuvollziehen. Es wäre nicht unmöglich gewesen, aber es hätte wohl länger gedauert. So war ich von vorneherein dabei. Und lasst mich eines sagen: Dieses Buch. Ist wundervoll. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht geheult habe. Ich habe eine gewisse Verbindung zu Themen wie Verlust/Unfähigkeit zu Helfen/Innere Konflikte, doch obwohl ich schon öfter darüber gelesen habe, hat mich nichts so mitgerissen wie dieses Buch. Das Buch ist seit ungefähr zehn Minuten geschlossen und (auch wenn es dramatisch klingt) ich schreibe diesen Beitrag unter Tränen. Vielleicht Verzweiflung, vielleicht ist es aber auch eine gewisse Erlösung, ich weiß es (noch) nicht. Dass ich das Buch innerhalb dieses Tages am Stück gelesen habe spricht wohl für sich.

In diesem Sinne: Kauft euch dieses Buch, wenn möglich auf Englisch

Flemming