0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Autor Thema: Mobbing  (Gelesen 2573 mal)

Offline LinaEileen

  • Mittelstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • Leben, Schreiben und leben lassen
Mobbing
« am: 16. September 2017, 09:59:42 »
Hallo,

Für eine Kurzgeschichte (die ich gerne einreichen würde) suche ich Infos und eventuell auch Erfahrungen mit Mobbing, natürlich hoffe ich das niemand Erfahrungen mit Mobbing machen musste.
Ich habe schon etwas gegoogelt und meine Erfahrungen zusammengefasst.

Es wäre wirklich super, wenn mir jemand helfen könnte.

Grüße
LinaEileen
Geschichten öffnen Türen zu Welten

Offline Janika

  • Obermotz
  • *****
  • Geschlecht: Weiblich
  • Irgendwo zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn
    • Janika Hoffmanns Autoren-Website
Re: Mobbing
« Antwort #1 am: 16. September 2017, 11:52:35 »
Moin moin,

was genau willst du denn wissen? Du kannst mir gerne entweder hier oder per Privatnachricht schreiben. Mal schauen, was ich machen kann.

Lieber Gruß,
Janika
Immer eine Handbreit Plot unter dem Federkiel haben!

Offline LinaEileen

  • Mittelstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • Leben, Schreiben und leben lassen
Re: Mobbing
« Antwort #2 am: 16. September 2017, 20:47:57 »
@Janika: Mich würden vor allem die Gedankengänge und selbst verletzendes Verhalten interessieren. Auch eine Rolle spielt der Schlankheitswahn, also Magersucht, Bulimie und Binge Eating (oder medizinisch korrekt: Anorexia Nervosa und Bulimia Nervosa) Am wichtigsten sind mir aber Gedankengänge die nicht meine Eigenen sind. (Sollte ich mir eigentlich Sorgen machen, weil viele Gedanken, nicht unbedingt fröhliche und glückliche sondern eher Gedanken in Richtung Suizid, meine eigenen waren/sind?)

Grüße
LinaEileen
 
Geschichten öffnen Türen zu Welten

Offline Janika

  • Obermotz
  • *****
  • Geschlecht: Weiblich
  • Irgendwo zwischen Wirklichkeit und Wahnsinn
    • Janika Hoffmanns Autoren-Website
Re: Mobbing
« Antwort #3 am: 17. September 2017, 00:51:43 »
Hm, bei Schlankheitswahn etc. kann ich dir leider nicht helfen, sorry. :-\ Wobei es irgendwie auch unglücklich formuliert ist, sich dafür zu entschuldigen. ;D
Immer eine Handbreit Plot unter dem Federkiel haben!

Offline Writing_Chrissi

  • Oberstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • No matter what, don't ever stop doing your thing!
Re: Mobbing
« Antwort #4 am: 17. September 2017, 18:32:20 »
Hi Lina (Ich hoffe, ich darf den Namen abkürzen?),

ich könnte dir da helfen, wenn du magst. Könntest du genaue Fragen formulieren? :)

Lg
Nimm dir Zeit für deine Träume, bevor die Zeit dir deine Träume nimmt!

Offline LinaEileen

  • Mittelstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • Leben, Schreiben und leben lassen
Re: Mobbing
« Antwort #5 am: 23. September 2017, 16:12:27 »
Hallo
@Writing_Chrissi: Du darfst meinen Namen abkürzen. Ich suche nach Gedanken und Gefühlen die man hat. Also, Gedanken die man hat, wenn man sich z.B. ritzt oder erbricht (sorry für die Wortwahl).

Grüße
LinaEileen
Geschichten öffnen Türen zu Welten

Offline Writing_Chrissi

  • Oberstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • No matter what, don't ever stop doing your thing!
Re: Mobbing
« Antwort #6 am: 23. September 2017, 20:42:21 »
Hey,

Ich stelle die Schrift mal auf weiß um, zum Lesen einfach markieren. Falls jemand mit so etwas nicht umgehen kann und da bitte ich wirklich ehrlich mit euch zu sein, solltet ihr es bitte auch nicht lesen.

Alles in Ordnung, verschönigen kann man das ja auch leider nicht. Beim Ritzen kann ich dir nicht helfen, allerdings, wenn ich hier offen sprechen darf, weiß ich ganz genau, wie sich das andere Problem anfühlt. Im Grunde sind die Gedanken bei beidem ähnlich, denn ritzen oder eine Essproblematik sind nur unterschiedliche Wege, um mit tiefer liegenden Gefühlen umzugehen. Man fühlt sich überfordert und sieht keinen anderen Ausweg. Das Ritzen, soweit ich das von anderen weiß, ist ein Mittel, um überhaupt etwas zu fühlen. Bei der Anorexie/der Bulimie ist es häufig der Fall, dass man versucht, seine Gefühle und seine Unsicherheit durch nicht essen, bzw. "vollstopfen" zu betäuben. Bei mir ging (mir geht es besser, keine Sorge) es oftmals mit Selbstzweifeln und einem geringen Selbstwertgefühl einher und man war in diesem endlosen Kreislauf gefangen, der einfach kein Ende fand. Teilweise bekam ich wirklich einfach nichts runter, obwohl ich es wollte. Dann gab es wiederum auch Tage, da hatte ich das Gefühl, das Essen nicht "verdient" zu haben. Alles in Allem ging es um das Gefühl, die Kontrolle darüber zu haben, was passiert. Natürlich kann ich jetzt zurückblickend sagen, dass ich absolut keine Kontrolle hatte, aber hätte mir das jemand Anfang des Jahres gesagt, wäre ich vermutlich an die Decke gegangen und hätte es abgestritten.
Anorektische Phasen haben bei mir also wie gesagt das Gefühl ausgelöst, ich hätte die Oberhand und wäre, und ja, das ist absolut krank, im wahrsten Sinne des Wortes unbesiegbar. Ich habe mir von niemandem etwas sagen lassen.
Durch das Nicht-Essen und das ständige Verbieten von den meisten Lebensmitteln entwickelt man schnell einen Heißhunger auf eben diese verbotenen Dinge, daraus entstehen dann die sogenannten "Fressanfälle" und das spätere Erbrechen. (Das muss allerdings nicht bei allen der Fall sein). Bei mir kam meist dieses typische Schwarz und Weiß denken hoch. Wenn ich mich beispielsweise mal dazu überwunden hatte, ein Stück Schokolade zu essen, hatte ich sehr schnell den "Jetzt ist es auch egal" Gedanken und es wurde plötzlich doch die ganze Tafel und so weiter... Ich denke, du weißt, was ich sagen wil.
Für bulimische Phasen habe ich mich in Grund und Boden geschämt. Oftmals wünschen sich Bulimiker auch, dass sie anorektisch wären, weil sie Angst haben, zuzugeben, was sie "da so treiben". Man fühlt sich wie ein Versager, kann aber gleichzeitig nicht damit aufhören (Gedanken wären "Was tust du denn da?", "Du hast es schon wieder getan; wie schwach bist du eigentlich?", "Du bist so ein Versager und kannst dich nicht einmal für einen Tag lang konrollieren!", "Wie ekelhaft bist du eigentlich?"). Und narürlich ist es absolut nicht schön, dessen ist man sich voll und ganz bewusst. Aber leider kommen die wenigsten von ganz alleine aus so etwas heraus.
Bis man sich eingesteht, dass man ein Problem hat, können Jahre vergehen und je länger man wartet, desto schwieriger wird es natürlich auch.
Was ich noch erwähnen sollte, falls das für deine Geschichte relevant ist: Die Gedanken werden höchstwahrscheinlich nie wieder gänzlich verschwinden und auch nach Jahren, auch wenn man (in meinem Falle) wieder auf Normalgewicht ist, kann man noch in einigen Situationen Schwierigkeiten haben. Man lernt damit umzugehen und seine Sichtweise zu ändern, aber im Grunde bleibt so etwas leider ein Leben lang...

https://thoughtcatalog.com/abaigal-mcbride/2013/10/10-things-having-bulimia-has-taught-me/
Die Seite ist zwar auf Englisch, aber die Gedankengänge kann ich so bestätigen. Vielleicht hilft dir das ja auch nochmal.


So, ich hoffe, ich konnte dir einigermaßen helfen. :)
Nimm dir Zeit für deine Träume, bevor die Zeit dir deine Träume nimmt!