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Autor Thema: Haben Autoren eine gute Menschenkenntnis?  (Gelesen 2200 mal)

Offline Esora

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Haben Autoren eine gute Menschenkenntnis?
« am: 12. November 2013, 12:59:39 »
Hey Leute.

Ich hab mich letzt etwas gefragt...
Und zwar, ob Autoren durch die Tatsache, dass sie über Menschen schreiben und sich ja in viele verschiedene Personen hineindenken müssen, eine bessere Menschenkenntnis und auch größeres Einfühlungsvermögen etwickeln, als Personen, die nicht schreiben.

Mir ist nämlich schon einige Male aufgefallen, dass ich viel schneller bemerke, wenn es einer Person schlecht geht, oder dass ich erkenne, wenn mir jemand etwas vorgaukeln will und so weiter.

Was meint ihr dazu?

LG Esora
Es ist keine Kunst, ein Buch zu beginnen...
es ist die Kunst, ein Buch zu vollenden.

Offline Cayra

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Re: Haben Autoren eine gute Menschenkenntnis?
« Antwort #1 am: 12. November 2013, 14:15:17 »
Ich denke schon.
Denn wir schreiben ja Texte über solche Sachen, und bauen daher unseren Horizont weiter aus. Viele, die nicht schreiben, denke ich, haben sich über so manche
Sachen noch gar keine Gedanken gemacht.
Deshalb denke ich schon, dass wir uns besser in andre hineinversetzen können oder eine bestimmte Lage nachvollziehen können

Lg
Cayra

Offline Janika

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Re: Haben Autoren eine gute Menschenkenntnis?
« Antwort #2 am: 12. November 2013, 15:03:30 »
Ich denke auch, dass man dadurch eine recht gute Menschenkenntnis entwickelt und auch in der Lage ist, sich in andererleuts Perspektiven hinein zu versetzen. Gerade bei Konflikten oder auch Dingen wie Akzeptanz gegenüber anderen Kulturen, Religionen etc.

Ich schaffe es aber auch gerne mal, als Ausnahme die Regel zu bestätigen, indem ich die sozial Blinde rauskehre, vollkommen unabsichtlich. :-[

Gruß
Janika
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Offline Writing_Chrissi

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Re: Haben Autoren eine gute Menschenkenntnis?
« Antwort #3 am: 12. November 2013, 18:05:21 »
Ich bin auch eurer Meinung!
Dadurch, dass wir schreiben, setzen wir uns mit den verschiedensten Charaktern auseinander: von stilles Mäuschen bis impulsives was-weiß-ich, ist ja bei uns alles vertreten :D
Und wenn die Personen dann auch noch anfangen alleine zu handeln, wird das für die Autoren schon eine Herausforderung, der sie sich stellen müssen, um die ein oder andere aus der Reihe tanzende Figur wieder zu bändigen. So würde ich das jetzt erklären :)
Wir üben mit unseren Figuren und können es dann in Situationen im echten Leben anwenden.
Lg ;)
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Offline Thiod

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Re: Haben Autoren eine gute Menschenkenntnis?
« Antwort #4 am: 14. November 2013, 13:25:34 »
Nun glaube ich aber auch, dass auch Nichtautoren sehr intensiv über Menschen nachdenken und sie beobachten können, einfach so oder aus anderen Gründen. Und man muss auch bedenken, dass Figuren sich in Büchern nicht immer genau so verhalten wie Menschen in der Realität. Die Helden in Fantasy-Geschichten kommen zum Beispiel häufig viel besser mit katastrophalen Ereignissen klarkommen als ich glaube, dass ich selbst oder die meisten, die ich kenne, das könnten.
Also würde also sagen: Prinzipiell ja. Autoren müssen scharfe Augen für das Menschliche haben, aber mit der überheblichen Aussage: Wir haben einfach den besseren Durchblick, würde ich vorsichtig sein.

Viele Grüße,
Thiod.
Wissen ist Macht - Phantasie ist Freiheit