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Autor Thema: Erdentiere in High-Fantasy  (Gelesen 1811 mal)

Offline KaZuko

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Erdentiere in High-Fantasy
« am: 12. April 2013, 20:24:40 »
Guten Abend, Phantamenschen (wer sich auch hier herumtreiben mag).

Momentan habe ich ein leichtes Abschluss-Feeling mit meinem aktuellen Urban-Projekt, weswegen in mir so manche Gedanken über das nächste aufkommen. Das Projekt, das ich voraussichtlich nach dem jetzigen starten werde, wird High Fantasy sein (mein erstes dieser Art D:).
Bei den allgemeinen Planungen kam mir dann eine Frage, die mich im ersten Moment verwirrte: Ich plante, uns unbekannte Geschöpfe in die High-Welt einzubinden. Aber was ist mit den herkömmlichen Tieren wie Pferden (als Reittiere) oder Hunden (als Jagdhilfen) und Katzen (als Haustiere)? Sollte es in einer reinen High-Fantasy-Welt diese Tiere geben oder sollte man sich eher an das völlig Unbekannte halten, wenn man schon neue Kreaturen erschafft?

Wie seht ihr das? Wäre froh über Meinungen dazu, vor allem weil es mich interessiert, wie andere darüber denken. Für das Projekt ist es übehraupt nicht wichtig, dennoch könnte ich mich - wenn ich müsste - nicht entscheiden.

Servi
Kazu~
Und meine Seele spannte ihre Flügel aus. -  Joseph von Eichendorff

Offline Thiod

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Re: Erdentiere in High-Fantasy
« Antwort #1 am: 12. April 2013, 22:53:46 »
Hallo Kazu,

also wenn du normale Tiere verwendest, hast du die Prominenz der Fantasy-Literatur auf deiner Seite... also im Herr der Ringe rennt zu großen Teilen das gleiche Getier rum, wie bei uns (zu Weilen ein wenig intelligenter vielleicht  - und die Monster sind natürlich ausgenommen ;)), auch in Narnia oder bei Eragon sind gewöhnliche Tiere keine Seltenheit. Bei Sonea von Trudi Canavan gibt es auch ganz ähnliche Tiere und Pflanzen, jedoch hat sie ihnen andere Namen gegeben und sie ein wenig variiert - was aber beim Lesen oft schon zu Verwirrung führt, wegen der fremden Wörter.

Ich selbst habe bisher in High Fantasy auch ein "normales" Grundrepetroire an Tieren und Pflanzen verwendet. In meinem jetzigen Projekt experimentiere ich jedoch mit einer fremdartigen Flora und Fauna - wobei mir auffällt, dass ich mich dabei doch wieder sehr an unsere Welt anlehne, es beschreibt sich einfach viel natürlicher, du kannst dich (als Schreiber wie als Leser) besser in die Situation versetzen, wenn die Helden auf Pferden durch den Tannenwald reiten, als wenn sie zwischen roten, ekelhaft pulsierenden Wulstpflanzen auf blauwolligen, fünfbeinigen Riesenazelotln einherreiten.
Also jedenfalls bedeutet eine ganz fremdartige Welt einen großen Mehraufwand - vorallem, wenn sie wirklich überzeugen soll.

Viele Grüße,
Thiod.
Wissen ist Macht - Phantasie ist Freiheit