0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Autor Thema: Seltsame Träume  (Gelesen 3002 mal)

Offline Cayra

  • Oberstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • Ich leben in meiner eigenen, kleinen Welt :)
Seltsame Träume
« am: 26. Januar 2013, 15:13:28 »
Hallo an alle  :)

Ich habe heute Nacht etwas geträumt, und möchte das sehr gerne hier festhalten, da ich etwas verwirrt bin.
Ich wusste nicht wirklich, wo ich das hineinschreiben soll, ich hoffe es ist okay, dass es jetzt hier erscheint...
Also, jetzt aber zu meinem Traum
Als erstes bin ich mit ganz vielen anderen Leuten einen Pfad entlang geritten (ich glaube das hat etwas damit zu tun, dass ich bald auf Reiterferien gehe)
und dann sind wir in die Welt gekommen, die in meinem natürlich selbst geschriebenen Buch vorkommt. Aber es hat nicht wirklich die Geschichte gespielt,
die ich geschrieben habe, ich weiß nur noch, dass ich am Ende gehen musste. Ich musste mich von meinen Hauptpersonen verabschieden und es war
echt schrecklich. Ich wollte nicht gehen. Aber dann haben mich alle weggerissen, ich musste nach Hause reiten. Dann bin ich weinend aufgewacht.

Ich hab den Traum meiner besten Freundin erzählt, und sie hat gefragt, ob mir meine Hauptpersonen sehr wichtig geworden seien.
Na klar, war meine Antwort, ich hab sozusagen Gefühle für meine Personen entwickelt, und sie sehr sehr sehr wichtig geworden für mich. Das hört sich total komsich
an, aber es ist so...

Was meint ihr dazu?

Offline Bydysawn

  • Oberstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • Bratpfanne gefällig?
Re: Seltsame Träume
« Antwort #1 am: 26. Januar 2013, 15:24:08 »
Hallo Cayra,
wer träumt sich denn nicht irgendetwas zusammen? Bist du vielleicht am Ende eines Buches, dass du schreibst fast angelangt? Das könnte deinen Abschied jedenfalls erklären. Es ist immer schwer, von Charakteren seiner Geschichte Abschied zu nehmen und einfach neu anzufangen. Ich verstehe dich. Ich habe allein schon einmal geheult, als eine Buchreihe zu Ende ging, in der ich auch schon fast drin lebte. Das hat alleine schon 2 Tage gedauert, die Trauer zu überwinden. Die Charaktere sind eben so etwas wie eigene Kinder. Man lert sie, man übersteht Krisen mit ihnen und hat schöne Zeiten mit ihnen. Das ist eben das schwere am Leben: Abschied zu nehmen von denen, die man liebt. Ob sie nun real sind/waren oder nicht.

LG Byd
P.S. Hoffentlich hat dir das geholfen :)
Jemand mit einer neuen Idee gilt solange als Spinner, bis sie sich durchgesetzt hat.

Ich bin nicht gestört nur eine Limited Edition!!!

Offline KaZuko

  • Oberstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • Get away. Run away. Fly away.
Re: Seltsame Träume
« Antwort #2 am: 26. Januar 2013, 17:32:06 »
Cayra.

Ich habe mir schon oft vorgestellt, einen solchen Traum zu haben, aber leider - es ärgert mich wirklich sehr! - kam es niemals dazu. Für mich wäre es genial, wenn auch nur in meinen Träumen mal mit den Protas meiner Projekte in Kontakt zu treten. Da hast du mir etwas Wunderbares voraus, ich bin neidisch!
Welche Rolle das Weinen spielt, kann ich dir allerdings nicht sagen. Byd hat da einige sehr logisch klingende Aspekte genannt, von denen ich gerne wüsste, ob sie der Wahrheit entsprechen. Bist du tatsächlich am Ende einer Geschichte angelangt?

Diese Situation, mit Charakteren der eigenen Bücher Abschied zu nehmen, hatte ich vor knapp einem halben Jahr. Nach etwa drei Jahren mit Meily, Shiran und den anderen habe ich einige Wochen gebraucht, um mich damit abzufinden, plötzlich andere Namen zu tippen als die altbekannten. Auch damals war ich kurz davor, weinend um sie zu trauern, aber dazu ist's nicht gekommen. Nachdem die erste Bekümmerung verflog, wurde ich nämlich rasch von der Euphorie einer neuen Story überflutet, deren Charaktere mir mittlerweile - schon nach diesen paar Monaten! - fast noch mehr ans Herz gewachsen sind als die vorherigen.
Für mich zeigt eine solche Beziehung, manchmal sogar Liebe, zu den eigenen Charakteren eine besondere Verbindung zur Geschichte, ein Tiefgang, der klareres Verständnis zur Situation schafft und sich nur positiv auf das Projekt auswirken kann.
Weiter so, Cayra, liebe deine Charaktere wie dich selbst! :)

Liebe Grüße,
Servi
Kazu~
Und meine Seele spannte ihre Flügel aus. -  Joseph von Eichendorff

Offline Thiod

  • Obermotz
  • *****
  • Geschlecht: Weiblich
  • The bunny is evil! (He killed the carrot.)
Re: Seltsame Träume
« Antwort #3 am: 26. Januar 2013, 19:49:53 »
Ich glaube auch, wie KaZuko, dass es ein sehr gutes Erlebnis ist, seinen Personen im Traum zu begegnen. Ich selbst habe so etwas bisher nur in Ansätzen erlebt. Das Gefühl, wenn man aus einer fantastischen Welt irgendwann Abschied nehmen muss, schmerzt glaube ich jeden, der überhaupt einen Sinn dafür hat, sich in sie hinein zu träumen. So ein Gefühl ist mir selbst zwar noch nicht im Traum begegnet, aber da man es in Realität haben kann, dann auch im Traum.
Ich würde es einfach nehmen, als was es ist und in Erinnerung behalten.

Viele Grüße,
Thiod.
Wissen ist Macht - Phantasie ist Freiheit

Offline Cayra

  • Oberstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • Ich leben in meiner eigenen, kleinen Welt :)
Re: Seltsame Träume
« Antwort #4 am: 04. Februar 2013, 16:53:53 »
Danke für die ganzen Antworten!

Das ist ja gerade das Komische - ich bin gar nicht am Ende meiner Geschichte. Eher so Anfang - Mitte.
Aber ich denke, es wäre auch spannend, andere Charaktere zu erfinden, wenn dann mal meine Geschichte fertig ist.
Denn: Meine Personen bleiben immer in meinem Herzen  :) Schön gesagt, nicht?  ;D
Und ich denke, die gestalten, die wir uns ausdenken, werden auch immer in unsren Köpfen bleiben, egal wie alt wir sind...

Offline KaZuko

  • Oberstufe
  • ***
  • Geschlecht: Weiblich
  • Get away. Run away. Fly away.
Re: Seltsame Träume
« Antwort #5 am: 04. Februar 2013, 16:57:54 »
Da kann ich ein verdammtes Lied von singen, Cayra. Habe persönlich ganz heftige Erfahrungen damit gemacht, dass die Charaktere im Kopf bleiben - jahrelang.
Aber es zeugt davon, dass eine besondere Verbindung zu ihnen und zu ihren Geschichten besteht, was - meiner Meinung nach - beim Schreiben unbedingt sein muss.

Servi
Kazu~
Und meine Seele spannte ihre Flügel aus. -  Joseph von Eichendorff