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Autor Thema: Der Plan eines Gebäudes  (Gelesen 7083 mal)

feelingSouldream

  • Gast
Der Plan eines Gebäudes
« am: 24. September 2012, 23:43:40 »
Hi, ich eröffne hiermit mal ein neues Thema.
Wie überraschend, ich weiß  :D
Sollte es hier falsch angesiedelt sein, bitte ich, es zu verschieben.

Und zwar geht es darum, ob ihr ein Haus oder gar einen ganzen Palast (wobei dieser Palast bei mir die Größe einer kleinen Stadt hat) wirklich ganz durchplant,
ergo, ob ihr euch z. B. vorstellt/ notiert/ skizziert wie ihr zur Tür reinkommt und dann jedes einzelne Zimmer mit Möbeln, Erinnerungen und Personen vollstopft.
Oder erarbeitet ihr nur die wichtigsten Räume?
Und was ist wirklich notwendig?
Ach ja, was ist mit Grundrisszeichnungen, oder gar Bilderzusammenstellungen?

Ich bin der Meinung, dass es nicht unbedingt notwendig ist, aber dass es eigentlich jeder Autor macht, jedenfalls größtenteils.

Wie ist das nun bei euch?
Findet ihr dafür überhaupt die nötige Zeit und habt ihr dazu Lust, oder nehmt ihr nur das, was ihr auch braucht, und lasst das andere im Dunkeln?
Geht es euch mehr um die Handlung, als um die gröberen Details?

Freue mich schon auf eure Antworten/ Äußerungen/ Meinungen!

LG
feelingSouldream

Sternchen

  • Gast
Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #1 am: 27. September 2012, 20:37:01 »
Hey!

Ich finde das wirklich eine interessante Frage, weil ja viele Karten von ihren Welten, auch von Städten zeichnen, ich aber bisher sehr wenige wirkliche Gebäude-Karten gesehen habe und mich eigentlich frage... Warum nicht?

Karten für Gebäude finde ich zugegeben selbst auch ein wenig umständlich, vor allem wenn es eben etwas Größeres wie ein Palast ist, oder mehrstöckig. Aber ich persönlich liebe es, mir Gebäude vorzustellen, die Zimmer mit meinen Gedanken zu füllen, mit herumliegenden Klamotten, für die Figur wichtigen oder persönlichen Notizzetteln, mir geheime Bettgeschichten oder Kindheitserlebnisse vorzustellen, von denen noch Bilder an der Wand hängen und und und... Sicher ist es für die Geschichte in den meisten Fällen völlig unwichtig, ob die Blume am Fensterbrett orange oder grüngelb ist, aber ich finde es für mich als Autor spannend, um die Figuren kennen zu lernen. Es sagt schließlich schon etwas über einen Menschen aus, ob er seine Küche aufräumt oder seine Klamotten bügelt.

Vielleicht bin ich da auch nur ein bisschen penibel und perfektionistisch, aber mir macht es sehr viel Spaß. Ich zeichne auch gerne die Zimmer, manchmal als Grundriss, um mir die Größenverhältnisse vorzustellen, und manchmal als Blick ins Zimmer, wenn ich gerade eine Schreibsperre habe oder mich in Mathe langweile... ;)

Insofern: Ich finde es schon interessant und wichtig zu wissen, wie die Charaktere wohnen und leben. Ob man jetzt jedes Badezimmer genauestens kennen muss, ist natürlich eine andere Frage, aber mir sind die Umgebungen auch immer sehr wichtig - manchmal noch wichtiger oder zumindest spannender als die Handlung selbst... Es ist einfach einfacher, erst den Raum zu kennen, in den die Figur dann eintritt, als sie quasi in ein leeres Zimmer zu lassen, dass man dann erst nachträglich mit dem Nötigsten füllt.

Lieben Gruß
Sternchen

Offline Thiod

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  • The bunny is evil! (He killed the carrot.)
Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #2 am: 30. September 2012, 11:47:11 »
Hallo,

ich finde dieses Thema (wie eigentlich alle Weltenbastlerthemen ;D) sehr spannend.
Ich selbst gehe bei meinen verschiedenen Geschichten unterschiedlich vor, meist mache ich mir aber Grundrisszeichnungen von Gebäuden. Das ist für mich sehr wichtig, da ich immer erstmal Bilder der Räume vor dem geistigen Auge habe, aber sie nicht logisch in dem Haus anordne. Da tauchen dann leicht riesige Säle in einem langen, schmalen Gebäudeflügel auf, oder die Burg ist von innen gefühlt doppelt so groß, wie von außen. Um so etwas zu bereinigen, brauche ich die Skizzen, die bei mir mal mehr, mal weniger genau ausfallen. Für "Elves' Century", eine Urban-Fantasy-Geschichte, habe ich mir alle wichtigen Häuser aufgezeichnet - zwei sogar maßstabsgetreu mit allen Etagen, Garten und Frontansicht - das war aber mehr aus Bock, weil ich gerade das perfekte Einfamilienhaus zeichnen wollte (und nur so, ich würde sofort einziehen, würde nicht meine Protagonistin schon da wohnen).
Einsichten in einen Raum zeichne ich dagegen nur selten, auch wenn ich sie mir oft vorstelle, einfach, weil es mich immer stört, dass ich beim Zeichnen eine Wand weglassen muss... allerdings schreibe ich häufig für mich selbst Raumbeschreibungen - die manchmal auch in die Geschichte einfließen.

Viele Grüße,
Thiod
Wissen ist Macht - Phantasie ist Freiheit

Offline Schattenfeuer

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  • Kaffeefanatiker und romantischer Gutmensch
Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #3 am: 02. Oktober 2012, 22:06:20 »
Ich zeichne eher weniger Karten von Zimmern und Häusern. Allerdings wie Thiod schon schrieb: Warum nicht? Vielleicht würde die Szene dadurch viel lebens echter wirken. Außerdem könnte man mehr aufs Detail eingehen. Gruß, Schattenfeuer ;)
Dreierlei fürchtet der Weise: Die See bei Sturm, die Mondlose Nacht und den Zorn eines sanftmütigen Mannes.

(Patrick Rothfuss)

Wir haben kein Wort für dass Gegenteil von Einsamkeit aber wenn wir eins hätten, wäre es dass was ich am meisten will.

(Marina Keegan )

feelingSouldream

  • Gast
Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #4 am: 03. Oktober 2012, 13:52:14 »
Hey!

Ich finde das wirklich eine interessante Frage, weil ja viele Karten von ihren Welten, auch von Städten zeichnen, ich aber bisher sehr wenige wirkliche Gebäude-Karten gesehen habe und mich eigentlich frage... Warum nicht?

Karten für Gebäude finde ich zugegeben selbst auch ein wenig umständlich, vor allem wenn es eben etwas Größeres wie ein Palast ist, oder mehrstöckig. Aber ich persönlich liebe es, mir Gebäude vorzustellen, die Zimmer mit meinen Gedanken zu füllen, mit herumliegenden Klamotten, für die Figur wichtigen oder persönlichen Notizzetteln, mir geheime Bettgeschichten oder Kindheitserlebnisse vorzustellen, von denen noch Bilder an der Wand hängen und und und... Sicher ist es für die Geschichte in den meisten Fällen völlig unwichtig, ob die Blume am Fensterbrett orange oder grüngelb ist, aber ich finde es für mich als Autor spannend, um die Figuren kennen zu lernen. Es sagt schließlich schon etwas über einen Menschen aus, ob er seine Küche aufräumt oder seine Klamotten bügelt.

Vielleicht bin ich da auch nur ein bisschen penibel und perfektionistisch, aber mir macht es sehr viel Spaß. Ich zeichne auch gerne die Zimmer, manchmal als Grundriss, um mir die Größenverhältnisse vorzustellen, und manchmal als Blick ins Zimmer, wenn ich gerade eine Schreibsperre habe oder mich in Mathe langweile... ;)

Insofern: Ich finde es schon interessant und wichtig zu wissen, wie die Charaktere wohnen und leben. Ob man jetzt jedes Badezimmer genauestens kennen muss, ist natürlich eine andere Frage, aber mir sind die Umgebungen auch immer sehr wichtig - manchmal noch wichtiger oder zumindest spannender als die Handlung selbst... Es ist einfach einfacher, erst den Raum zu kennen, in den die Figur dann eintritt, als sie quasi in ein leeres Zimmer zu lassen, dass man dann erst nachträglich mit dem Nötigsten füllt.

Lieben Gruß
Sternchen

Ja, damit kann man sich wirklich besser in seine Charaktere einfinden. Deswegen mache ich das wahrscheinlich auch.
Momentan wandle ich meine Skizzen und Grundrisse aber eigentlich eher in Storyboards um.
Diesen Palast, von dem ich sprach, habe ich noch nicht mal zur Hälfte fertig, vielleicht ein hundertstel, obwohl ich daran schon lange arbeite.
Musste mir dazu extra einen Ordner anlegen.´
Aber ich glaube sowieso, dass es bei den Lesern anders ist. Für sie ist es nicht wichtig, ob das Bett an der oder der Wand steht.
Für uns Schriftsteller schon.
Es gehört einfach dazu, wenn man ein Buch schreibt. Für mich ist jeder meiner Charaktere wie ein eigenenes Kind von mir und so fühle ich auch mit ihnen.
Das ist schon ziemlich eigenartig, aber ich würde dieses Gefühl nie abgeben wollen, genauso wie ich mein richtiges Kind einfach aussetzen könnte.

Hallo,

ich finde dieses Thema (wie eigentlich alle Weltenbastlerthemen ;D) sehr spannend.
Ich selbst gehe bei meinen verschiedenen Geschichten unterschiedlich vor, meist mache ich mir aber Grundrisszeichnungen von Gebäuden. Das ist für mich sehr wichtig, da ich immer erstmal Bilder der Räume vor dem geistigen Auge habe, aber sie nicht logisch in dem Haus anordne. Da tauchen dann leicht riesige Säle in einem langen, schmalen Gebäudeflügel auf, oder die Burg ist von innen gefühlt doppelt so groß, wie von außen. Um so etwas zu bereinigen, brauche ich die Skizzen, die bei mir mal mehr, mal weniger genau ausfallen. Für "Elves' Century", eine Urban-Fantasy-Geschichte, habe ich mir alle wichtigen Häuser aufgezeichnet - zwei sogar maßstabsgetreu mit allen Etagen, Garten und Frontansicht - das war aber mehr aus Bock, weil ich gerade das perfekte Einfamilienhaus zeichnen wollte (und nur so, ich würde sofort einziehen, würde nicht meine Protagonistin schon da wohnen).
Einsichten in einen Raum zeichne ich dagegen nur selten, auch wenn ich sie mir oft vorstelle, einfach, weil es mich immer stört, dass ich beim Zeichnen eine Wand weglassen muss... allerdings schreibe ich häufig für mich selbst Raumbeschreibungen - die manchmal auch in die Geschichte einfließen.

Viele Grüße,
Thiod

Bei mir MUSS es logisch sein, sonst äörgere ich mich immer total.
Gestern zum Beispiel habe ich mich sowas von aufgeregt, weil die Fenster der Gemächer meiner Protagonistin auf den Flur rausgingen, statt, dass sie in en Hof sehen konnte.
Da musste ich alles nochmal neu machen und sowas hasse ich, wie vermutlich jeder andere.
Aber ich liebe es einfach, Gebäude zu entwerfen.
Hm, falls das mit dem Autorendasein nicht klappt, werde ich eben Architektin  ;D

Ich zeichne eher weniger Karten von Zimmern und Häusern. Allerdings wie Thiod schon schrieb: Warum nicht? Vielleicht würde die Szene dadurch viel lebens echter wirken. Außerdem könnte man mehr aufs Detail eingehen. Gruß, Schattenfeuer ;)

Ah, also gibt es sojemanden auch. Wilkommen!
Früher habe ich auch nicht so viel gezeichnet, aber bei meinem derzeitigen Roman habe ich gemerkt, wie wichtig das für mich und meine Figuren ist.
Nehmen wir als Beispiel mal das Zimmer der Protagonistin.
Für jedermann ist sein Zimmer der Ort, an dem er sich zurückziehen und anachdenken kann.
Es ist sehr wichtig und spielt eine tragende Rolle, selbst wenn es gar nicht in der Geschichte vorkommt,
aber es nimmt Einfluss auf den Charakter und das Verhalten der Person.

LG
feelingSouldream

Offline Seelenworte

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #5 am: 03. Oktober 2012, 21:54:50 »
Hey,
also ich habe früher (bis vor einem dreiviertel Jahr) auch noch Karten und Skizzen gemalt und dann kam Minecraft....
Seit ich Minecraft spiele habe ich angefangen ganze Welten meiner Pojekte nachzubauen.
Und das bis ins kleinste Detail.
Jedes Haus (und sei es noch so klein) und jeder Raum (und sei er noch so unbedeutend) wird eingebaut.
Dadurch kann ich mir alles viel besser vorstellen, weil es eben alles grafisch dargestellt ist.
Und ich kann dadurch auch einfach mehr einschätzen, wie viel mein Charakter wirklich in ihre Blickfeld hat und bis zur welcher Weite sie auch noch was erkennen.
Klar es ist nicht ganz genau, aber es ist immer gut zum grafischen Visualisieren.
Also joa... ich bin ein Minecraft- Fan XD

LG


 

Offline Schattenfeuer

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #6 am: 03. Oktober 2012, 22:02:16 »
Hallo Seelenworte, du baust Häuser und Orte deines Prpjektes bei Minecraft nach? Cool! Ich habe bei Minecraft gar nicht so viel Geduld etwas ordentliches zu bauen aber tolle Idee. Mach ich demnächst auch einmal! Schattenfeuer.
Dreierlei fürchtet der Weise: Die See bei Sturm, die Mondlose Nacht und den Zorn eines sanftmütigen Mannes.

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(Marina Keegan )

Offline Thiod

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #7 am: 04. Oktober 2012, 22:11:39 »
Hallo,
naja, für mich eignen sich Computerspiele nicht als Visualisierungsmittel - ganz einfach, weil ich nicht spiele.
Und was die unlogischen Teile in Gebäuden angeht: Ja, auch ich hasse sie und rege mich über sie auf - deshalb habe ich mit den Raumskizzen ja auch angefangen, vorher habe ich nur Personen gezeichnet.

Viele Grüße,
Thiod.
Wissen ist Macht - Phantasie ist Freiheit

Offline Seelenworte

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #8 am: 06. Oktober 2012, 21:59:33 »
Hallo,
naja, für mich eignen sich Computerspiele nicht als Visualisierungsmittel - ganz einfach, weil ich nicht spiele.

Ja ich habe sie früher auch nicht gespielt (wie gesagt) und ich nutze es auch eigentlich wirklich nur zum Planen.



Und was die unlogischen Teile in Gebäuden angeht: Ja, auch ich hasse sie und rege mich über sie auf - deshalb habe ich mit den Raumskizzen ja auch angefangen, vorher habe ich nur Personen gezeichnet.

Viele Grüße,
Thiod.

Personen gezeichnet? Also sowas kann ich ja gar nicht XD Da bin ich immer total aufgeschmissen, ich benutze immer diese "Puppen-Anzieh-Spiele" die es überall gibt aber suche da extra, naja.... hübsche.
Man sieht, ich schlängel mich immer ein wenig um das richtige Zeichnen drum herum.
Hast du oder zeichnest du bei den Personen wirklich alle Details und es auch realistisch oder machst du es ein wenig Karikatur mäßig und betonst nur besondere Merkmale?


Und allgemein:
Wie macht ihr das denn mit dem Maßstab von den Möbeln im Vergleich zu der Größe des Zimmers, oder auch zu anderen Möbeln. Wenn ich mal zeichne, weiß ich nie, wie ich das richtig machen soll...

GLG

Offline Thiod

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #9 am: 06. Oktober 2012, 22:31:09 »
Was die Maßstäbe angeht, nehme ich meistens bei Grundrissen von Räumen, Gebäuden und Grundstücken 1 zu 100 (also, wenn das Grundstück nicht zu groß ist, versteht sich). Wenn ich ganz genau sein will, nehme ich kariertes Papier - ich habe auch schon über Milimeterpapier nachgedacht (als wir umgezogen sind, haben wir den Wohnungsgrundriss auf so was gezeichnet, um zu planen, wo die Mäbel hinpassen - dabei habe ich überhaupt erst die Idee bekommen, mir beim Schreiben solche Skizzen zu machen), aber Milimeterpapier ist mir dann doch ein wenig zu aufwendig (und zu teuer!).
Bei den Möbeln schätze ich die Größe meist, oder lehne es an die Maße der Möbel an, die wir zu Hause haben.

Was das Personenzeichen angeht, bin ich früher ein wenig genauer gewesen, meist sind es aber vereinfachendere Darstellungen, eher von verschiedenen Comicstilen inspiriert - und oft bleibe ich auch einfach bei Skizzen. Wenn es dich interessiert, wie mein Stil in etwa ist, kannst du im Avatar-Thread nachsehen, da habe ich ein selbstgemaltes Bild (wenn auch nicht von einer meiner Personen) - ich hoffe, ich kriege es irgendwann als Avatar.

Viele Grüße,
Thiod.
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Offline Lachkakao

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #10 am: 03. November 2013, 12:31:48 »
Hallo

Ich finde das wirklich eine interessante Frage, weil ja viele Karten von ihren Welten, auch von Städten zeichnen, ich aber bisher sehr wenige wirkliche Gebäude-Karten gesehen habe und mich eigentlich frage... Warum nicht?

Karten für Gebäude finde ich zugegeben selbst auch ein wenig umständlich, vor allem wenn es eben etwas Größeres wie ein Palast ist, oder mehrstöckig. Aber ich persönlich liebe es, mir Gebäude vorzustellen, die Zimmer mit meinen Gedanken zu füllen, mit herumliegenden Klamotten, für die Figur wichtigen oder persönlichen Notizzetteln, mir geheime Bettgeschichten oder Kindheitserlebnisse vorzustellen, von denen noch Bilder an der Wand hängen und und und... Sicher ist es für die Geschichte in den meisten Fällen völlig unwichtig, ob die Blume am Fensterbrett orange oder grüngelb ist, aber ich finde es für mich als Autor spannend, um die Figuren kennen zu lernen. Es sagt schließlich schon etwas über einen Menschen aus, ob er seine Küche aufräumt oder seine Klamotten bügelt.

Ich mache das mit meinen Geschichten auch so. Ich stell mir dann immer vor, wie das Zimmer eingerichtet ist. Welche Farben es sind und und und...
Zum Beispiel: Die roten Vorhänge flatterten im Wind, malten goldene Kringel an die gelb gestrichene Tapete. Mara steckte die bunte, weiche Wäsche in die Waschmaschine, die im Keller an der Wand unter dem Fenster stand. Die Fenster aus kristallblauem Glas, das im Sonnenlicht spiegelte. Mara schaute sich ihr neues Zimmer genaustes an. Der Eichenholzschrank stand genau neben dem zweistöckigen Bett, das viele Schubfächer besaß, außerdem war eine Diele unter dem Bett locker, wo Mara ihr Tagebuch in einem kleinen Hohlraum versteckt. Mara gießt ihren Kaktus der auf dem marmorierten Fensterbrett stand...

Viele Grüße Lachkakao
Lebe dein Leben, denn es wird die nur einmal gegeben.

Offline Thiod

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #11 am: 03. November 2013, 18:01:28 »
Zur Zeit habe ich das Räume zeichnen wieder etwas vernachlässigt, aber in meinem jetzigen Projekt zeichne ich mir oft Mini-Zeichnungen der Räumlichkeiten an den Seitenrand, damit ich weiß, an welcher Seite des Raumes die Eingangstür ist. Es ärgert mich immer, wenn ich plötzlich feststelle, dass eine Treppe in der einen Szene in die in der anderen Szene in die Richtung führt oder ein Raum plötzlich mit dei Seiten zum Innenhof zeigt und solche Späße.

Viele Grüße,
Thiod.
Wissen ist Macht - Phantasie ist Freiheit

Offline Lachkakao

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #12 am: 03. November 2013, 18:59:53 »
Hallo Thiod,

das ist eine gute Idee, die Räume an den Rand zu kritzeln... werde ich mir merken.
Und das Problem was du hast, kenne ich.
Lebe dein Leben, denn es wird die nur einmal gegeben.

Goldfeder

  • Gast
Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #13 am: 10. April 2014, 21:06:52 »
Soso, diesen Thread mische ich auch einmal wieder auf. Ich beziehe mich auf die Einleitung dieses Threads. Ich plane nicht jeden Raum, wie zum Beispiel die Räume von Pentox, einer Festung in meinen Buch. Den Thronsaal habe ich mir aber zum Beispiel schon aufskizziert, weil ich so große Räume die wahrscheinlich öfter Schauplatz einer Handlung sein werden, trotzdem gerne immer wieder genau im Buch beschrieben haben möchte.

Ein weiterer Ort, den ich mir aufskizziert habe, sind die Heißen Quellen. Ein Raum der unter Pentox liegt. Dort steigt eine heiße Quelle einen Brunnen hinauf auf dem, wenn ich mich recht entsinne, ein Mantikor sitzt aus dessen Mund und Stachelschwanz dampfendes Wasser sprudelt, das dann in ein Becken läuft. Von diesem Becken verlaufen vier Rinnen zu vier steinernen, viereckigen, aus dem Boden gehauenen Becken, die das heiße Wasser dort hinein transportieren. Es läuft nur ziemlich langsam hinein und wird regelmäßig abgeschöpft, um die Becken mit mehr frischem Wasser volllaufen zu lassen.

Grüße, Feder :)

Offline Thiod

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Re: Der Plan eines Gebäudes
« Antwort #14 am: 11. April 2014, 00:28:00 »
Wenn du den Raum immer wieder beschreibst, machst du das dann so à la Karl May, dass du genau die gleiche Formulierung verwendest, schon fast wie einen "Erkennungsjingle" oder lässt du einfach nur jedes Mal, wenn Handlung dort stattfindet ein paar Elemente der Umgebung einfließen? Bin einfach gerade neugierig.

Viele Grüße,
Thiod.
Wissen ist Macht - Phantasie ist Freiheit