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Autor Thema: Autoren und Eltern  (Gelesen 27439 mal)

Offline Writing_Chrissi

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #30 am: 17. August 2014, 12:18:03 »
Das habe ich bereits versucht :/ Mein Vater blockt ab und beharrt weiter auf seine Meinung -.-
Was ich auch klasse fand, war:

Ich: Papa, ich habe gestern mein erstes Buch zuende geschrieben!
Er: Schön, und wann schickst du es endlich zu einem Verlag?
Ich: Ich weiß noch gar nicht, ob ich es überhaupt veröffentlichen will und selbst wenn, muss ich noch einiges korrigieren...
Er: Wieso hast du es dann geschrieben, wenn du es nicht veröffentlichen willst?!
Ich: Weil es Spaß macht, eine Geschichte zu schreiben
Er: Man schreibt doch kein Buch, nur weil es Spaß macht!

Das war auch wieder eine ganz tolle Diskussion... Irgendwann hatte ich keine Lust mehr und bin in mein Zimmer gegangen.
Manchmal frage ich mich echt, was in den Köpfen meiner Eltern vorgeht -.-
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Offline Miezekatzemaus

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #31 am: 17. August 2014, 12:47:21 »
Ui. Er hat wirklich nicht einmal "Glückwunsch" oder so gesagt?
Mein Vater möchte auch gern, dass ich Bücher an Verlage schicke, aber wenn ich sage "meine Entscheidung ist ..." dann ist er damit auch glücklich. Es macht ihn stolz, dass ich etwas geschrieben habe, das man eventuell veröffentlichen könnte, daher sagt er, dass er mir gern bei der Verlagssuche, et cetera hilft.
Vielleicht ist die Reaktion deines Vaters seine Art, dir zu zeigen, dass er es eigentlich ganz toll findet, was du machst? Eventuell verbirgt er das nur gut ... :) *mal knuddel*
Und was sagt deine Mutter, wenn sie solche Dialoge miterlebt? Oder will sie auch, dass du - koste es, was es wolle - veröffentlichst? Hat er dir schon mal Hilfe für dein Manuskript angeboten, oder will er es lesen? Wenn nicht - *nochmal knuddel*

Liebe Grüße
Mieze

Offline Writing_Chrissi

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #32 am: 17. August 2014, 13:00:30 »
Also mein Vater hat mir nichts dergleichen angeboten, meine Mutter dagegen will unbedingt den ersten Band lesen... Aber ich bin noch im Streit mit mir, weil ich nicht sicher bin, ob ich ihr das wirklich geben will :/
Und Hilfe angeboten? Meine Tante und eine Freundin, aber meine Eltern noch überhaupt gar nicht...
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Offline Iphigenie

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #33 am: 17. August 2014, 19:24:34 »
Auch von mir: Das tut mir leid für dich... So was ist nicht fair. Man steckt so viel Herzblut rein und alles was man zurückbekommt... Ich habe das Problem Gott sei Dank nicht, aber ich drücke dir die Daumen, dass es besser wird! *auch einmal knuddel*

LG, Iffi
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Offline lamarie

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #34 am: 18. August 2014, 11:15:30 »
Von mir auch ein dickes *knuddel* - das ist wirklich nicht fair... Wenn du möchtest, kannst du ihr aber auch erstmal nur die Leseprobe geben und abwarten, wie es ihr gefällt?

ImaginaryFriend

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #35 am: 18. August 2014, 12:57:42 »
Es ist echt doof, wenn die eigenen Eltern nicht hinter einem stehen. :-\ Wie dein Vater damit umgeht Chrissi, ist auch echt gemein. Würde mich auch wütend machen. -.- Ich würde mich trotzdem versuchen mich nicht davon runterziehen zu lassen, sondern einfach weiter mein Ding zu machen. Sie können es dir ja nicht verbieten! Eltern sind meistens sowieso eher schlechte Kritiker. Sie betrachten alles durch die Elternbrille (ob es nun die Qualität ist, oder die "Blutrünstigkeit"), sind meistens total voreingenommen und haben erst recht keine Ahnung vom Prozess des Schreibens oder vom Veröffentlichen. (Natürlich nicht immer, es gibt sicher auch Eltern, die sehr hilfreich sind oder durchaus Ahnung haben. ;))
Zuspruch und Feedback suche ich mir bei Leuten, die auch in die Zielgruppe passen für die ich schreibe. Damit kann ich was anfangen und stolz auf positive Rückmeldung sein. Meine Eltern mögen weder die Genres in denen ich schreibe, noch passen sie annähernd in die Zielgruppe oder haben Ahnung vom Schreiben selbst. Ihr Zuspruch ist also schön, aber er bringt mir eigentlich nicht viel. Das ist meine Sicht auf die Dinge, deshalb verletzen mich komische Reaktionen auf meine Ideen und Bücher auch nicht mehr.
Ich bin sogar irgendwie stolz darauf, dass ich meine Eltern komplett aus der Schreiberei raushalte. Das ist eine Sache, die ich alleine schaffe, ohne ihre Hilfe. Sie haben zwar wirklich nichts dagegen und erkundigen sich manchmal auch, allerdings bringt vor allem mein Vater oft richtig unnötige und unqualifizierte Kommentare und sie haben auch seit Jahren nichts aktuelles mehr von mir gelesen. Auch nicht das fertige Buch, das ich mittlerweile weggeschickt habe. (Ich fände es übrigens auch komisch, würden sie es lesen. Es fühlt sich total falsch an, als würden sie viel zu tief in meine Privatsphäre eindringen^^) Als ich ihnen vor einem Jahr oder so von der Idee zu dem Buch erzählt habe, waren sie total schockiert und fanden es auch viel zu grausam und "blutrünstig". Ich glaube Eltern wollen einfach nicht, dass ihr Kind "solche Gedanken hat". ;D
So, Schlusswort zu meinem Geschwafel: Nicht unterkriegen lassen und nicht reinreden lassen. Eltern haben eh nichts zu sagen. :P

Offline Kralle

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #36 am: 18. August 2014, 15:03:45 »
Er: Man schreibt doch kein Buch, nur weil es Spaß macht!

Oha, ich frag mich, was wir dann alle machen :D
Naja, es wurde ja schon oft gesagt - die meisten Eltern verstehen es eben nicht. Ist aber verständlich. Wir stecken eine Menge Zeit in unsere Beschäftigung, die wir ihrer Meinung nach wohl lieber in Schule oder Bildung investieren sollten, und wenn wir dann nicht einmal etwas damit anfangen ... Ich hab letztens mal den NaNoWriMo erwähnt und dann hieß es nur, wozu sowas nützlich sein solle. Okay. Früher habe ich meinen Block öfter rumliegen lassen, dann hat meine Mutter sich den manchmal genommen und gelesen (da war meine Sauklaue noch nicht so wild xD) und auch korrigiert. Mittlerweile schreibe ich nur noch in meinem stillen Kämmerlein, aber wenn ich etwas abgeschlossen und überarbeitet habe, werde ich es meinen Eltern schon geben (vorher bevorzuge ich Ruhe), normalerweise bekomme ich nicht nur ein "gut so und weiter" (sie sagen mir auch gerne, wie schlecht meine Bilder in Kunst sind xD) und ich glaube nicht, dass sie etwas gegen meine Kampfszenen oder "Blutrünstigkeit" haben werden.
Es tut mir Leid für euch alle, dir ihr es da schwerer habt, aber dafür sind wir hier zusammen (nur ein kleiner Trost, ich weiß) und ich wette, wenn ihr etwas vorzubringen habt, wird sich die Meinung eurer Eltern drehen. Sie machen sich eben Sorgen, dass ihr eure Zukunft verspielt. Ich würde sagen, betont mehr, dass es "nur" ein Hobby ist und lasst euch ab und zu beim Lernen erwischen ;) Vielleicht könnt ihr sie auch mehr einbinden, damit sie sich nicht so distanziert fühlen und mitbekommen, was Schreiben eigentlich ist.

Alles Gute,
Kralle

Offline Writing_Chrissi

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #37 am: 18. August 2014, 23:44:07 »
Erstmal danke an alle :)

Zitat
Es fühlt sich total falsch an, als würden sie viel zu tief in meine Privatsphäre eindringen^^
Das hätte aus meinem Mund kommen können :o Genau das ist mein Problem, wenn ich meinen Eltern etwas erzähle/erzählen soll. Momentan schreibe ich einfach nur für mich und meine Hauptperson (Lia) ist eigentlich ein genaues Abbild von mir. Deswegen macht es mir so viel Spaß, mit ihr "zusammenzuarbeiten". Jetzt habe ich Angst, dass meine Eltern dadurch ein falsches Bild von mir kriegen könnten, sollten sie eins und eins zusammenzählen... Aber ich will Lia auch nicht ändern  :-\

Zitat
Vielleicht könnt ihr sie auch mehr einbinden, damit sie sich nicht so distanziert fühlen und mitbekommen, was Schreiben eigentlich ist.
Dabei habe ich genau das oben beschriebene Problem... Ich möchte nur für mich schreiben und auch das zu Papier bringen, was ich will. Wenn meine Eltern mir nun ständig über die Schulter schauen, fühle ich mich in die Ecke gedrängt und kann nicht das aufschreiben, was mir gerade durch den Kopf geht. Das ist genauso, wie in einer Klausur. Der Lehrer geht rum und ich verdecke das Geschriebene, damit er nicht über mich lacht (blöd gesagt, ich weiß  ??? ). Aber wenn die Klausur dann fertig ist, gebe ich sie ab und er liest sie trotzdem. Mit dem Unterschied, dass ich die Reaktion nicht mitkriege.
Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, dass das etwas wirr ist  ::) ??? XD Was ich eigentlich sagen will: Wenn das Buch fertig ist, dann habe ich weniger Probleme, es meinen Eltern zu zeigen, als wenn ich noch mitten in der Schreibphase bin. Einfach, weil sie dann nichts mehr daran verändern können (oder mich so umstimmen, dass ich die Geschichte in eine andere Bahn lenke). Dann ist die Handlung geschrieben und gefällt mir so, wie sie ist und die anderen müssen damit klar kommen.

Hat jetzt irgendwer verstanden, was ich sagen wollte? XD Ich hoffe es mal :D
Lg
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Offline Iphigenie

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #38 am: 19. August 2014, 09:20:51 »
Hi Chrissi,

ich habe verstanden, was sagen willst (und zwar locker ;) ):

besonders die Sache mit den Klassenarbeiten erinnert mich an mich selbst... :))

LG, Iffi
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Offline Kralle

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #39 am: 20. August 2014, 17:38:37 »
Ich meinte ja nicht, dass sie Co-Autoren werden sollen. Nur, dass du vielleicht ab und zu was einfließen lässt, wenn es um Fakten geht, die du brauchst, oder sie fragst, wie sie in einer Situation reagieren würden, in der dein Prota gerade steckt, so Kleinigkeiten eben, die den Verlauf nicht beeinflussen, aber sie eingebunden werden und vielleicht mehr Verständnis aufbringen. Du könntest ja auch sowas sagen, wie, dass du da wohl eher wegrennen würdest, dann wissen sie, dass du eben nicht "blutrünstig" bist und deine bösen Fantasien auslebst (unglückliche Wortwahl, ich weiß, aber ich hoffe du verstehst, was ich meine xD). Zu lesen geben würde ich ihnen aber auch erst das ganze Werk, da bin ich deiner Meinung, immerhin wollen wir unsere eigene Vorstellung der Geschichte zu Papier bringen.
Um zu den Klassenarbeiten auch noch was zu sagen: Da die Zeiten mit jeder Klassenstufe länger werden, gehen die Lehrer leider nicht mehr so viel rum, aber früher haben sie immer auf eine Frage getippt, wenn was falsch war, und gemeint, wir sollten da nochmal drüber nachdenken oder sogar explizit den Fehler angesprochen xD Da hab ich ihnen nur zu gerne mein Blatt gezeigt :D Irgendwie sind auf meiner Schule die Schüler und Lehrer sich aber auch näher, was wohl der Vorteil ist, wenn man nicht in der Stadt zur Schule geht, wenn man die Geschichten von den Lehrern hört, die frisch zu uns kommen. Ist die Befürchtung bei dir denn begründet, dass euch Lehrer auslachen könnten? Das wäre ja richtig mies :o

LG
Kralle

Offline lamarie

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #40 am: 21. August 2014, 15:14:54 »
Deine Idee finde ich interessant, Kralle!
Ich frage auch immer mal wieder herum - manchmal braucht man einfach Fakten von denen man selbst keine Ahnung hat ;)

Ich denke schon, das Betalesen einfach wichtig ist, und Eltern sind da für mich auch die Ersten, die das Manuskript bekommen - einmal bitte Rechtschreibfehler wegmachen ;)

Offline Thiod

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #41 am: 22. September 2014, 07:47:22 »
Ich bespreche auch gerne Probleme in der Geschichte mit meinem Vater - jedoch jetzt meist nicht so Sachen, wie er sich verhalten würde sondern eher technische Details - von wegen "gibt es sowas" "geht das überhaupt" etc.
Beta-lesen lasse ich ihn auch - aber bei den längeren Sachen kriegt er es nie auf die Reihe, sie zu lesen... weil er es hasst, auf dem PC zu lesen und ich nicht so viel ausdrucken kann/will.

Viele Grüße,
Thiod.
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Offline lamarie

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #42 am: 08. Oktober 2014, 10:10:11 »
Stimmt, Thiod, das mache ich auch immer wieder... Erst vor kurzem habe ich eine Geschichte geschrieben, in der immer wieder Autos vorkamen - mein Vater musste mir da doch ziemlich oft mit den ein oder anderen Begriffen helfen und auch die "Kann das Auto das überhaupt?"-Frage kam nicht gerade selten :D

WritingGirl

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #43 am: 26. Oktober 2014, 08:15:49 »
Joho,

Bin grad am Rumstöbern und hab diesen Thread entdeckt und würde gern meinen Senf dazu geben^^

Also meine Eltern finden es "super toll, dass ich meiner Kreativität freien Lauf lasse" und unterstützen mich auch, aber das große Problem ist bei mir das Beta-lesen. Mein Vater hasst Fantasy und das merkt man auch an seinen Fragen, obwohl er versucht neutral zu bleiben. Auch vergisst er, dass ich erst 14 bin und nicht detailliert über Massaker und wilde Abmurkserei schreiben will/kann (seiner Meinung nach zu wenig Mord/Blut/Tod [wohl bemerkt, er liest die ersten 50 Seiten -.-'])
Meine Mutter ist mir da schon eine größere Hilfe und hat auch echt gute Ideen, wenn ich meine Fihuren in eine Sackgasse geschrieben hab, doch auch sie drückt sich vorm Lesen, mit der Begründung,  sie hätte ja keine Zeit jnd möchte nicht am Laptop lesen. Seit ich ihr mein fertiges Buch gegeben hab, hat sie mindestens 13 andere gelesen. Und wenn sie mich wirklich unterstützen möchte,  kann sie sich doch für mich quälen und es am Computer lesen, soooo schlimm ist das nun auch nicht...

LG,
Dream

Offline Leda

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Re: Autoren und Eltern
« Antwort #44 am: 26. Oktober 2014, 08:31:10 »
Hey!
Naja, wenn dein Vater sich bemüht, obwohl er Fantasy nicht mag, ist das doch irgendwie schon cool  ;)
Meine Mutter liest meine Texte schon, aber nur, wenn ich sie ihr ausdrucke. Wieso möchte deine Mutter sie nicht lesen, weil an Zeit kann es ja nicht liegen, wenn sie da andere Bücher lesen kann, oder?
Meine Eltern beschweren sich höchstens mal, dass ich zu lange am Computer sitze. Aber meine Mutter schreibt selber Kurzgeschichten und so, daher ist das für sie kein großes Problem. Sie möchte sogar immer freiwillig Korrekturlesen.
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